GV 2005

12. GV des DWCS vom 30. April 2005 im Versuchs-Stollen Hagerbach

Esther Saladin/An diesem kühlen Morgen fanden sich nach 9 Uhr alle interessierten Mitglieder des Dampfwalzen-Club Schweiz vor dem Eingang der VersuchsStollen Hagerbach AG in Sargans ein. Nach einem Begrüssungskaffee wurden wir mit Schutzhelmen versehen und in Gruppen eingeteilt. So begann die Führung durch die Stollen.


Eine Gruppe interessierter Mitglieder des DWCS verfolgte aufmerksam eine fachkundige Führung durch die verschiedenen Stollen. (Fotos: Esther Saladin)


Die Hagerbach AG hat in den ehemaligen Stollen des Erzbergwerks Gonzen ein verzweigtes Stollensystem ausgebaut. In diesen Tunneln, Gängen und Höhlen werden unzählige Materialien und Verfahren getestet. Auftraggeber sind unter anderen Baufirmen und deren Zulieferer, die Beton und andere Baumaterialien prüfen lassen, sei es auf Einwirkungen von Hitze, Frost oder Wasser. Wir konnten uns zum Beispiel Proben von Beton ansehen, die nach einem Brand genommen wurden, und je nach Zusammensetzung nur noch aus Sand und Steinen oder doch noch aus Beton bestanden. In einem doppelstöckigen Tunnel, der Strassentunneln wie in Holland oder unter der Seine in Paris nachgebaut ist, können Feuerwehren Kurse in Brandbekämpfung besuchen, was von vielen Ländern Europas genutzt wird. Zum Abschluss der ungefähr einstündigen Führung wurde uns live eine Sprengung demonstriert. Erwartungsvoll stellten wir uns in sicherer Entfernung von einem Seitenstollen auf. Dann kam das Kommando: 3, 2, 1, ein Blitz und ein Donner mit Beben und Erschütterungen, die man bis in die Magengrube spürte.


Das Erinnerungsgeschenk an Ernst Huwyler für seine Vorstandsarbeit.


Anschliessend besammelten wir uns für die Generalversammlung, die in gewohnter Weise speditiv von statten ging. Vom Vorstand wurde Ernst Huwyler nach vielen Jahren mit Dank und einem Bild der SLM-Walze "Eva" verabschiedet. Als Ersatz wurde Markus Brem gewählt. Ausgezeichnet wurden mit den Wanderpreisen Werner Huber für seine Arbeit am Clayton & Shuttleworth-Locomobil "Lena" und Niggi Schlatter für sein Modell des Foden Dampf-Lastwagens "Floriana".



Der Präsident übergibt den Wanderpokal an Werner Huber für die vorbildliche Totalrevision seines Lokomobils "Lena". (Foto: Esther Saladin)


Beat Emmisberger warb für "sein" Dampf-Fest am 4. Juni in Winterthur. Langsam machten sich die knurrenden Mägen bemerkbar, und wir konnten uns zum Mittagessen ins Restaurant begeben. Wir wurden prima verköstigt, zuerst mit einem reichen Salatbuffet, dann mit Schinken und Kartoffelgratin und zum Schluss mit Dessert und Kaffee. Dass wir bis in den Nachmittag hinein sitzen blieben, war doch ein Zeichen, dass es allen geschmeckt hat. Gestärkt und zufrieden konnten alle den meist langen Heimweg antreten.